Vivien

Low Carb – Die Grundlagen

Seit einigen Jahren ernähren sich immer mehr Menschen nach dem Low-Carb-Prinzip. Mein ZauberTopf-Expertin Birte Stehle erklärt, was sich dahinter verbirgt.

Low Carb – Die Grundidee

Low Carb bedeutet ins Deutsche übersetzt „wenig Kohlenhydrate“. Die hohe Akzeptanz in der Ärzteschaft und die breite wissenschaftliche Studienlage waren für die weite Verbreitung der Low-Carb-Ernährungsform maßgeblich. Wir sprechen von Low Carb bei einer Kohlenhydratzufuhr von unter 100 Gramm am Tag, strenger genommen sogar unter 70 Gramm. Dabei geht es hier in erster Linie gar nicht um das Abnehmen, sondern um die Tatsache, dass sich die Stoffwechsellage des Menschen bei einer kohlenhydratarmen Ernährung verbessert und sich damit die Gesundheitsrisiken vermindern.

– die verlorenen Pfunde sind sozusagen ein toller Nebeneffekt.

Übergewicht und Volkskrankheiten wie Diabetes und Herzkreislauferkrankungen nehmen stetig zu. Neben einigen anderen Ursachen spielt vor allem auch die Ernährung dabei eine wichtige Rolle. Wir brauchen nur in unsere Vergangenheit zu schauen, als es diese Erkrankungen noch nicht gab: 120.000 Generationen der Menschen waren als Jäger und Sammler unterwegs.

Erst seit 500 Generationen sind Ackerbau und Viehzucht bekannt. Den Luxus des bewegungsarmen Computerzeitalters kennt erst die heutige Generation. Ja, es bleibt nur eine These, die nicht mehr belegt werden kann, aber es spricht vieles dafür, dass unser Körper langfristig ohne Bewegung und mit der heute üblichen Ernährungsweise genetisch nicht umgehen kann.

Das Fazit daraus: Wir sind gesund und schlank, indem wir essen, was unsere Gene verlangen. Und was aßen unsere Vorfahren? Sie aßen Fett, wann immer sie daran kommen konnten. Und sie aßen Eiweiß, also Fleisch. Dazu gab es Pflanzenbestandteile wie Blätter, Knospen, Wurzeln und Knollen. Und natürlich auch Früchte sowie Nüsse.

Low Carb – Wie funktioniert das?

Vivien im Interview mit Birte Stehle

Die 1. Faustregel lautet: Spare Kohlenhydrate, wo du kannst. Aber warum? Schaut man sich genauer an, was Kohlenhydrate mit unserem genetischen Biochip „Körper“ machen, wird klar, dass Kohlenhydrate bei der Kombination aus Überangebot und Bewegungsmangel zu Bauchfett und Übergewicht führen müssen. Zudem löst der Verzehr von stärke- und zuckerreichen Lebensmitteln bei jedem ein Hungergefühl aus, was zu noch mehr Appetit führt. Und: Zucker macht süchtig. Das haben Wissenschaftler vor langer Zeit bewiesen. Die 2. Faustregel lautet: Steigere deinen Fettkonsum.

Denn: Dein genetischer Biochip ist perfekt dazu ausgelegt, über die Fettverbrennung an wunderbare Energie zu gelangen. Und aus physiologischer Sicht entstehen bei der Energiegewinnung aus Fett viel weniger Abfallstoffe als bei der Energiegewinnung aus Kohlenhydraten. Und: Es ist anstrengender.

Das heißt, wir verbrauchen sogar mehr Kalorien bei der Fettverbrennung als bei der Kohlenhydratverbrennung.

Foto: falkemedia

Teste die vielen tollen Alternativen zu den gewohnten kohlenhydrathaltigen Lebensmitteln!

Doch der Körper wird es sich leicht machen und die Kohlenhydrate vorziehen, wenn er sie bekommt, und so landen wir wieder bei Faustregel 1: Vermeide Kohlenhydrate und verbrenne stattdessen Fett. Wie das geht?

Wenn du es ganz einfach haben willst, isst (und trinkst!) du ab sofort keine zuckerhaltigen Lebensmittel mehr und verzichtest auf Brot, Nudeln, Reis und Kartoffeln. Ja, ich höre deinen Protest bis hierher. Das klingt erst einmal dramatisch, ist es aber gar nicht. Schau dir die Brotrezepte an, die ich zusammengestellt habe, und teste die Alternativen zu den klassischen Beilagen, die du schon kennst. Und vergiss nicht, überall ein wenig mehr Fett hinzuzugeben:

Fett ist nicht nur ein toller Geschmacksträger, sondern du brauchst es nun, um fit durch den Tag zu gehen. Aber ich kann natürlich viel erzählen. Probier es doch einfach aus und achte dabei auf die DOs & DON’Ts!

Unsere Expertin Birte Stehle

Beruf: Präventions- und Gesundheitsmanager, Kinesiologin, Coach

Kontakt: Birte Stehle, koenigshus@t-online.de

Website: www.koenigshus.com – Facebook: www.facebook.com/koenigshus

Weitere Infos zu Birte Stehle, sowie Tipps & Tricks zur Ernährungsumstellung, bekommst du in diesem Artikel.

Birte Stehle - Foto: Anna Gieseler

Du hast Fragen oder Wünsche? Dann schreibe uns. Wir melden uns in Kürze bei Dir.

Bitte wirf vorher einen kurzen Blick in unsere FAQ - dort findest du Antworten auf viele Fragen.

Absenden
Meine Kochbücher
Neues Kochbuch
Zum Wochenplaner hinzufügen
  • {{day.date.format("DD")}} {{day.date.format("dd")}}
Wochenplaner öffnen