
Natronlauge für Brezeln sorgt für genau die Kruste, die ich an Laugengebäck so liebe: goldbraun, leicht glänzend und herzhaft im Geschmack. Zugegeben: Beim ersten Mal hatte ich Respekt davor. Mit einem festen Ablauf und etwas Ruhe ist es aber wirklich ganz einfach. Hier zeige ich dir, worauf es bei Natronlauge für Brezeln wirklich ankommt.
Eine echte Laugenbrezel erkenne ich sofort an ihrer glänzenden, braunen Kruste und dem unverwechselbar herzhaften Geschmack. Genau dafür sorgt das Natronbad.
Das alkalische Wasser verändert die Oberfläche des Teigs. Beim Backen läuft dadurch die sogenannte Maillard-Reaktion stärker ab. Dabei reagieren Zucker und Eiweißbausteine im Teig miteinander. Das Ergebnis ist die kräftige Farbe – und der typische Geschmack, den ich bei Laugengebäck so gern mag.
Für zu Hause nutze ich dafür einfach Speisenatron. Es ist die alltagstaugliche Variante für Brezeln, Brötchen und Stangen. Wenn du direkt loslegen möchtest, probier die Laugenbrötchen aus dem Thermomix® oder die Laugenstangen mit Obazda.
Im Alltag sprechen wir oft von Natronlauge für Brezeln. Für die Küche zu Hause bereite ich aber eine heiße Natronlösung aus Speisenatron und Wasser zu. Speisenatron heißt auch Natriumhydrogencarbonat und steht in vielen Supermärkten bei den Backzutaten.
Du brauchst dafür keine speziellen Laugenperlen und musst auch keine stark ätzende Lauge anrühren. Koche Wasser in einem ausreichend großen Topf auf und rühre Speisenatron vorsichtig ein. Halte dich bei der Menge an dein Rezept. Die Lösung schäumt beim Einrühren kurz auf – deshalb nehme ich einen hohen Topf und gebe das Natron nach und nach hinein.
Die Kruste fällt mit Speisenatron etwas heller und milder aus als mit professioneller Lauge. Für selbst gebackenes Laugengebäck finde ich das Ergebnis trotzdem richtig schön – und vor allem unkompliziert.

Den Hefeteig bereite ich natürlich im Thermomix® zu. Er vermischt und knetet die Zutaten zu einem geschmeidigen Teig, den ich perfekt verarbeiten kann. Danach forme ich Brezeln, Brötchen oder Stangen und lasse sie kurz stehen, damit die Oberfläche etwas antrocknet. Dann haftet die Natronlösung besser.
Wenn du die Teiglinge nicht eintauchen möchtest, kannst du sie auch vorsichtig mit der heißen Natronlösung bestreichen. Das klappt besonders gut bei kleinen Mengen. Achte dabei bitte darauf, dass die Lösung heiß ist, und arbeite konzentriert.
Mein Tipp: Das Natronbad passt nicht nur zu Brezeln. Auch Brötchen, Stangen oder Laugenhäschen bekommen damit ihre typische Farbe und den herzhaften Geschmack.

Ein paar Handgriffe machen bei Brezeln und Brötchen wirklich einen Unterschied:
Du backst gern mit Sauerteig? Dann probier diese Brezeln mit Sauerteig aus dem Thermomix®.

Die professionelle Lauge für Laugengebäck besteht aus Natriumhydroxid und ist vor dem Backen ätzend. Sie wird als Lebensmittelzusatzstoff E 524 verkauft und sorgt für eine besonders dunkle Kruste. Für die Küche zu Hause brauchst du sie aber nicht: Mit Speisenatron bekommst du ein gutes und deutlich unkomplizierteres Ergebnis.
Greif bitte niemals zu Rohrreiniger, Abflussreiniger oder anderen Putz- und Reinigungsmitteln – auch dann nicht, wenn Natriumhydroxid auf der Verpackung steht. Diese Produkte gehören nicht in Lebensmittel. Falls du dich trotzdem für Lebensmittel-Natronlauge entscheidest, halte dich strikt an die Herstellerangaben, trage geeignete Handschuhe und spüle Spritzer auf Haut oder Arbeitsfläche sofort mit viel Wasser ab.
Ja, auf jeden Fall. Eine heiße Natronlösung aus Speisenatron ist die unkomplizierte Variante für den Haushalt. Die Kruste wird etwas heller als bei echter Natronlauge, schmeckt aber trotzdem herrlich herzhaft.
Nein. Du kannst die geformten Brezeln auch vorsichtig mit der heißen Natronlösung bestreichen. Durch das kurze Eintauchen verteilt sich die Lösung allerdings besonders gleichmäßig.
Aluminium kann mit alkalischen Lösungen reagieren. Nutze deshalb Edelstahl, hitzebeständiges Glas oder geeigneten Kunststoff und lege dein Gebäck auf Backpapier.
