Désirée

Frische Ernte: Äpfel

Ab August ist Erntezeit: Die wichtigsten Infos über Äpfel, Ursprung, Sorten und Lagerung.

Rot oder grün, leicht säuerlich oder herrlich süß und in jedem Fall schön saftig – Äpfel sind einfach wunderbar. Besonders gut gefällt uns, dass sie nicht nur lecker sind, sondern auch aus heimischem Anbau stammen und – bei guter Lagerung – fast ganzjährig zur Verfügung stehen. Damit bereichern sie nicht nur unseren Speisenplan und Vitaminhaushalt, sondern sind auch noch ausgesprochen umweltfreundlich. Wir haben heute ein paar spannende Fakten und Infos rund um die tollen Früchtchen für dich und natürlich die passenden Rezepte dazu.

Schon gewusst?

Apple Crumble.jpg - Foto: Alexandra Panella
  • Unsere Vorfahren bauten schon in der Antike ihre eigenen Äpfel an. Der aus Asien stammende Malus pumila, eine Wildapfelart, gilt als der Vorfahre unseres Kulturapfels.
  • Äpfel sind seit jeher das beliebteste Obst bei uns. Jeder Deutsche isst im Schnitt 20 kg pro Jahr.
  • Der Apfel (Malus) gehört zur Pflanzengattung der Kernobstgewächse (Pyrinae) aus der Familie der Rosengewächse (Rosaceae), zu denen übrigens auch Birne, Himbeere, Zwetschge, Mandel und Kirsche zählen. Er ist also ein Verwandter der Rose :)
  • Ein Apfel enthält über 30 Vitamine und Spurenelemente, 100 bis 180 Milligramm Kalium und viele wertvolle Mineralstoffe wie Phosphor, Kalzium, Magnesium oder Eisen. Diese Wirkstoffe regen den Stoffwechsel an und reinigen das Blut. Die meisten Vitamine sitzen beim Apfel direkt unter der Schale. Deshalb: Äpfel möglichst ungeschält essen, wenn du ihn nicht zum Kochen oder Backen verwendest!
  • Die beliebtesten Sorten sind Braeburn, Golden Delicious, Jonagold, Granny Smith oder Boskop, aber dazu später noch mehr.

So lagerst du deine Äpfel perfekt

Äpfel mögen es kühl, deshalb solltest du sie bei eher niedrigen Temperaturen aufbewahren. Ideal ist die Gemüse- und Obstschublade im Kühlschrank oder eine Kiste in einem kalten Kellerraum. Außerdem sollten Äpfel nicht neben anderem Obst lagern. Sie setzen vermehrt das Gas Ethylen frei, das die Reifung anderer Früchte beschleunigt und dazu führt, dass diese schneller verderben. Du kennst das sicherlich von Bananen, die neben Äpfel viel schneller braun werden als erwünscht. Im besten Fall die Äpfel nebeneinanderlagern, um die Entstehung von Druckstellen zu vermeiden.

Die Sorte macht’s

Grüner Frühstückssmoothie - Foto: Tina Bumann

Apfel ist nicht gleich Apfel. Der Gehalt von Vitaminen und weiterern Nährstoffen kann je nach Sorte beträchtlich schwanken. Wenn du eine Extra-Portion Vitamin-C möchtest, iss lieber einen Boskop als einen Granny Smith. Alle Sorten, die wir essen sind Kreuzungen, bei denen Züchter oder Landwirte versucht haben, die perfekte Kombination von Geschmack, Unempfindlichkeit gegenüber Krankheiten und Ertrag zu erschaffen.

Hier die bekanntesten Sorten und ihre Unterschiede:

  • Jonagold gilt als moderner und robuster Apfel. Er ist süß und sehr saftig, eignet sich also gut zum direkt Reinbeißen oder auch Entsaften. Bis Mai eignet er sich beispielsweise hervorragend für Tartes und Pasteten. Er ist saftig, hat ein blumiges Aroma und wird sehr gerne zum Backen verwendet.
  • Granny Smith hat eine dicke Schale und schmeckt sehr sauer. Er wird unreif geerntet. Daher stammt seine grasgrüne Farbe. Als Crumble harmoniert er perfekt mit süßem Teig und Butter.
  • Royal Gala ist eher klein dagegen und überzeugt jedoch durch ein volles Aroma und eine feine Süße. Er hat ein saftiges, festes Fruchtfleisch und eignet sich in Kombination mit Ahornsirup hervorragend in Kurzgebackenem.
  • Golden Delicious zerfällt beim Kochen kaum und hält sich damit eine ganze Palette von Zubereitungsarten bereit. Mit Vanille in Süßspeisen oder als Kompott mit Zimt überzeugt auch diese recht geschmacksarme Sorte. Du kannst ihn natürlich auch einfach so essen, er ist eher süß.
  • Boskoop ist ein typischer Winterapfel mit vorwiegend festem Fruchtfleisch, das bei längerer Lagerung mürbe wird. Seine aromatische Säure sorgt für einen ausgewogenen Geschmack bei Dessert und harmoniert perfekt mit Fleisch. Roh ist er nicht jedermanns Sache.
Schweinefilet und Apfel-Weinsosse - Foto: Frauke Antholz
  • Elstar ist für Rezepte empfehlenswert, für die keine ausgedehnte Koch- oder Backzeit erforderlich ist. Seine feine Säure empfiehlt sich nicht für gehaltvolle Desserts und in Verbindung mit Butter. Pur schmeckt er sehr knackig und nicht zu sauer.
  • Cox Orange ist von Oktober bis Februar genussreif und sein sehr saftiges Fruchtfleisch ist für Kuchen bestens geeignet, da seine Säure und einen intensiven Duft verbindet. Roh essen solltest du ihn nur, wenn du es säuerlich magst.
  • Braeburn gehört mit seinem süßen Geschmack und dem festen Fruchtfleisch zu den beliebtesten Äpfeln überhaupt. Vor allem Kinder mögen ihn gern. Du kannst ihn pur essen, für Apfelmus verwenden oder auch einen Kuchen damit backen.

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