Mehr Gemüse und Obst für die Kids? So geht's
Dési

Mehr Gemüse und Obst für die Kids? So geht's

Wie bekomme ich mehr Vitamine in mein Kind? Was tun, damit es mehr Obst und Gemüse isst. Die besten Tipps.

Mehr Gemüse und Obst für Kinder war bei uns früher oft ein Thema am Esstisch. Meine Tochter ist heute 22, aber ich erinnere mich gut an die Phasen, in denen eine Gurkenscheibe leichter verschwand als ein Stück Paprika. Druck hat uns nie weitergebracht – Neugier, kleine Portionen und gemeinsames Zubereiten schon. Genau darum geht es bei mehr Gemüse und Obst für Kinder.

Ich habe klein angefangen und nichts erzwungen

Ein voller Teller mit Brokkoli kann schnell zu viel sein. Ich habe deshalb lieber zwei Gurkenscheiben, ein paar Erbsen oder ein kleines Stück Möhre angeboten – direkt neben etwas, das meine Tochter gern gegessen hat. So stand nicht plötzlich eine riesige neue Aufgabe vor ihr.

Sie musste nichts aufessen. Riechen, anfassen, ablecken oder einen Mini-Bissen kosten: Das war alles in Ordnung. Eine Sorte, die heute abgelehnt wird, kannst du nach ein paar Tagen erneut anbieten. Geschmäcker entwickeln sich oft mit der Zeit.

  • Klein portionieren: Lege nur wenige Stücke einer neuen Sorte auf den Teller.
  • Keinen Druck ausüben: Niemand muss aufessen!
  • Gelassenheit hilft: Ein Nein heute heißt nicht, dass das Gemüse dauerhaft ungeliebt bleibt.
Gemüsesticks sind immer eine gute Idee - Foto: Tim Näve

Beim Einkaufen durfte meine Tochter auswählen

Beim Einkaufen habe ich sie gern einbezogen. Statt eine offene Frage zu stellen, habe ich zwei passende Möglichkeiten angeboten: „Nehmen wir gelbe oder rote Paprika?“ oder „Welchen Apfel möchtest du für die Brotdose aussuchen?“ So konnte sie mitentscheiden, und ich hatte trotzdem Zutaten im Wagen, die zu unserem Essen passten.

Auf dem Markt oder im Supermarkt gab es außerdem viel zu entdecken: lila Möhren, süß duftende Mangos oder kleine Tomaten in verschiedenen Farben. Wenn Kinder Lebensmittel vor dem Kochen sehen, anfassen und riechen, wächst die Neugier häufig ganz von selbst.

Mehrere Apfelküchle ohne Frittieren auf Teller
Apfelküchle ohne Frittieren - Foto: Tina Bumann

In der Küche wurde aus Zuschauen Mitmachen

Ich habe die Erfahrung gemacht: Was Kinder selbst vorbereiten, probieren sie oft eher. Meine Tochter hat Salat gewaschen, Bananen geschält, Beeren in eine Schüssel gefüllt und Kräuter gezupft. Das waren keine großen Aufgaben, aber sie gehörte dazu.

Auch beim Kochen mit dem Thermomix® können Kinder helfen. Sie können Zutaten abwiegen und beim Zuschauen lernen, wie aus Gemüse eine Suppe oder eine Soße wird. Dabei bleibst du natürlich am Gerät und übernimmst alle Schritte, die Hitze oder scharfe Messer betreffen.

  • Obst für Joghurt oder Smoothies auswählen und abwiegen
  • Gemüse waschen und nach Farben sortieren
  • Gurken- und Paprikastücke auf einem Teller verteilen
  • Kräuter zupfen und über das fertige Essen streuen
Aprikosen-Bananen-Smoothie in Gläsern
Aprikosen-Bananen-Smoothie - Foto: Anna Gieseler

Ich habe Obst und Gemüse sichtbar bereitgestellt

Was sichtbar bereitsteht, wird schneller gegessen. Bei uns stand eine Schale mit Äpfeln, Birnen oder Bananen auf dem Tisch. Im Kühlschrank habe ich gewaschene Trauben, Möhrensticks, Paprikastreifen und Gurkenstücke in gut sichtbaren Dosen aufbewahrt.

Für unterwegs reichen einfache Snacks völlig aus: Apfelspalten, Beeren, Snacktomaten oder Gurkenstücke passen gut in eine kleine Dose. Ein Dip aus Joghurt, Kräutern und Zitronensaft kann Gemüsesticks zusätzlich spannend machen.

Ein bunter Teller macht neugierig

Ich habe aus dem Essen kein Bastelprojekt gemacht. Ein bisschen Farbe auf dem Teller wirkt aber viel: Erdbeeren neben Kiwi, gelbe Paprika neben Gurke oder ein Mix aus verschiedenem Gemüse sieht appetitlich aus und lädt zum Zugreifen ein.

Ab und zu habe ich Melone als Sterne oder Gurke als Herzen ausgestochen. Auch spielerische Namen können helfen: Aus einer Gemüseplatte wird ein „Knuspergarten“, aus einem grünen Smoothie ein „Drachengetränk“. Dabei bleibt Spinat selbstverständlich Spinat – aber das Probieren fühlt sich weniger groß an.

Mehrere Wassermelonen-Popsicles aus dem Thermomix® auf dunklem Untergrund
Wassermelonen-Popsicles - Foto: Tina Bumann

Verstecktes Gemüse war für mich eine Ergänzung

Geraspelte Zucchini in Tomatensoße, Möhre in einer Suppe oder Kürbis in Pfannkuchen bringen unkompliziert mehr Vielfalt ins Essen. Gerade an vollen Tagen fand ich das praktisch. Im Thermomix® kannst du Gemüse zuerst zerkleinern und anschließend direkt mit den weiteren Zutaten verarbeiten.

Ich habe Gemüse trotzdem auch sichtbar serviert. Kinder dürfen lernen, wie einzelne Sorten aussehen, riechen und schmecken. Eine cremige Gemüsesoße ergänzt diesen Weg – sie ersetzt ihn nicht.

Ich war selbst das entspannteste Vorbild

Kinder schauen genau hin, was Erwachsene essen. Deshalb gehörten Gemüse zu unseren Mahlzeiten und Obst als Snack oder Nachtisch einfach dazu. Ich habe meinen Teller nicht mit langen Erklärungen kommentiert, sondern mit Appetit gegessen. Das wirkt oft stärker als eine Aufforderung.

Wenn heute Kinder zu Besuch sind oder ich mit Familien aus meinem Umfeld esse, sehe ich noch immer: Kleine Portionen, Mitmachen und eine entspannte Stimmung helfen mehr als Diskussionen am Tisch. Du kannst Schritt für Schritt mehr Gemüse und Obst für Kinder in euren Alltag bringen.

Schau dir auch unsere Kollektionen mit Rezepten für Kids an und lass dich davon inspirieren. Und verrate mir und anderen Follower:innen unbedingt auch, mit welchen Tricks du die Kids dazu bringst, mehr Obst und Gemüse zu genießen! Ich freue mich, von dir zu lesen!

Kastenkuchen mit Schokoladenglasur, angeschnitten
Schokoladiger Zucchinikuchen - Foto: Falkemedia KI

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