Vorkochen und einfrieren – So klappt's garantiert! ❄️
Dési

Vorkochen und einfrieren – So klappt's garantiert! ❄️

Vorkochen und einfrieren ist ein Klassiker, wenn du gern ein paar gute Vorräte im Haus hast. Außerdem ergänzt es dein Meal Prep optimal. Denn so hast du auf einen Schlag Mahlzeiten im Vorrat, die du Wochen später einplanen kannst. Ich liebe das auch sehr, wenn ich weiß, dass stressige Phasen vor mir liegen. Heute verrate ich dir, welche Gerichte du optimal vorkochen und einfrieren kannst und was du dabei beachten solltest.

Suppen und Eintöpfe: Die zuverlässigsten Vorräte

Suppen und Eintöpfe passen besonders gut in den Gefrierschrank. Beim erneuten Erhitzen verbinden sich ihre Zutaten oft sogar noch besser. Du kannst zum Beispiel Linseneintopf, Erbsensuppe, Gulaschsuppe, Chili con Carne, Chili sin Carne, Minestrone und Bohneneintopf vorkochen. Auch pürierte Gemüsesuppen aus Kürbis, Karotten oder Tomaten behalten ihre cremige Konsistenz.

Darauf solltest du achten:

  • Koche Kartoffeln lieber frisch dazu: Kartoffelstücke verändern nach dem Auftauen häufig ihre Konsistenz. Püriere die Suppe oder gib Kartoffelwürfel erst beim Aufwärmen dazu.
  • Lass alles vollständig abkühlen: Fülle die Suppe erst in Gefrierdosen, wenn kein Dampf mehr aufsteigt. So vermeidest du Kondenswasser und schonst deinen Gefrierschrank.
  • Friere einzelne Mahlzeiten ein: Flache Dosen oder Gefrierbeutel mit ein bis zwei Portionen tauen schneller auf. Beschrifte sie mit Inhalt und Datum.
  • Erhitze gründlich: Taue die Portion über Nacht im Kühlschrank auf oder erwärme sie bei mittlerer Hitze im Topf. Rühre regelmäßig um und koche sie einmal kurz auf.

Soßen und Basics: Kleine Portionen, großer Vorteil

Tomatensoße, Bratensoße, Pfeffersoße oder auch Gemüsebrühe kannst du einfrieren. Später sind diese Basica dann eine super Grundlage, um Gerichte mit Pasta, Reis oder Gemüse zu zaubern.

Diese Tipps machen die Vorbereitung einfach:

  • Soßen ohne Sahne einfrieren: Tomaten-, Fleisch- und Gemüsesoßen bleiben stabil. Sahne, Crème fraîche oder Joghurt rührst du besser erst beim späteren Erwärmen ein.
  • Pesto in Eiswürfelformen füllen: Friere Pesto in kleinen Würfeln ein und fülle die gefrorenen Portionen anschließend in einen Gefrierbeutel. So nimmst du genau die Menge heraus, die du brauchst.
  • Brühpaste sparsam portionieren: Eiswürfelformen eignen sich auch für Brühpaste. Ein gefrorener Würfel passt gut zu einer kleinen Soße oder Suppe.
  • Platz zum Ausdehnen einplanen: Flüssigkeiten brauchen beim Gefrieren etwas Raum. Fülle Dosen deshalb nicht bis zum Rand.
Tomatensoße in Gläschen, daneben der Mixtopf des Thermomix®
Tomatensoße kannst du portionsweise einfrieren. - Foto: Anna Gieseler

Aufläufe und Ofengerichte: Besser vorbereiten als Reste retten

Lasagne, Nudelauflauf und Quiche kannst du gezielt vorbereiten und dann einfrieren oder aber du frierst nur die Reste ein, die übriggeblieben sind, und hast dann für später noch eine (oder mehrere) Portionen.

So gehst du vor:

  • Lasagne roh einfrieren: Schichte die Lasagne in einer gefriergeeigneten Form, decke sie dicht ab und friere sie ungebacken ein. Nach dem Auftauen im Kühlschrank backst du sie wie gewohnt. Direkt aus dem gefrorenen Zustand braucht sie allerdings länger im Backofen. Plane das ein.
  • Aufläufe vollständig abkühlen: Bereits gebackene Aufläufe frierst du erst ein, wenn sie abgekühlt sind. Teile sie am besten in Portionen und verpacke sie luftdicht.
  • Quiche einfrieren: Quiche kannst du sowohl ungebacken als auch gebacken einfrieren. So, wie es dir am besten passt.
  • Den Ofen statt der Mikrowelle nutzen: Die Mikrowelle erwärmt schnell, macht Teig und Käsekruste aber weich. Im Ofen bei etwa 160 bis 180 °C bekommen Aufläufe und Quiche eine bessere Oberfläche. Auch im Airfryer kannst du natürlich Gefrorenes erhitzen.

Ob du Aufläufe im Ganzen oder portionsweise einfrierst, ist deine Entscheidung. Je nachdem, wie viel du nach dem Auftauen davon verbrauchen möchtest. Allerdings solltest du auch beachten, ob eine ganze Form in deinen Gefrierschrank passt!

Lasagne bolognese in Auflaufform
Lasagne kannst du super einfrieren - Foto: Anna Gieseler

Hackfleisch- und Fleischgerichte: Gut durchgegart und sicher verpackt

Frikadellen, Königsberger Klopse, Gulasch, Rouladen, Schmorgerichte und Hackbällchen in Soße kannst du wunderbar einfrieren. Gerade Schmorgerichte schmecken nach dem Auftauen oft besonders rund. Du kannst Frikadellen sowohl roh als auch gegart einfrieren. Gegarte Frikadellen sparen dir später Zeit.

Wichtig für Qualität und Sicherheit:

  • Hackfleisch zügig kühlen: Lass gegarte Hackgerichte nicht lange bei Raumtemperatur stehen. Kühle sie zügig ab und friere sie am selben Tag ein.
  • Rohe Frikadellen einzeln anfrieren: Lege sie mit Abstand auf ein Brett oder Blech. Nach dem Durchfrieren füllst du sie in einen Beutel. So kleben sie nicht zusammen.
  • Soße getrennt oder zusammen planen: Hackbällchen in Tomaten- oder Bratensoße kannst du direkt zusammen einfrieren. Kartoffeln, Nudeln oder Reis bereitest du besser frisch zu.
  • Schonend auftauen: Taue Fleischgerichte im Kühlschrank auf und erhitze sie anschließend vollständig. Gulasch, Rouladen und Klopse erwärmst du gut im Topf bei niedriger bis mittlerer Hitze.

Teige und Gebackenes: Vorrat für Frühstück, Pizza und Kaffeetisch

Auch bei Teigen und Gebäck lohnt sich ein Vorrat. Pizzateig und Brötchenteig kannst du roh einfrieren. Fertig gebackenes Brot, Brötchen, Rührkuchen und Muffins bleiben ebenfalls gut haltbar. Pfannkuchen frierst du mit Backpapier zwischen den einzelnen Lagen ein, damit du sie später einzeln herausnehmen kannst.

Darauf kommt es an:

  • Hefeteig nach dem ersten Gehen einfrieren: Teile Pizzateig oder Brötchenteig in passende Portionen, forme ihn bei Bedarf vor und verpacke ihn luftdicht. Zum Weiterverarbeiten taut der Teig langsam im Kühlschrank auf und kann anschließend bei Raumtemperatur weitergehen.
  • Brot und Brötchen frisch verpacken: Lass Brot und Brötchen komplett auskühlen und friere es möglichst frisch ein. Backe Brötchen nach dem Auftauen kurz bei hoher Temperatur auf, dann wird die Kruste wieder knuspriger. Brot kannst du super in Scheiben einfrieren und diese dann einzeln auftoasten.
  • Kuchen in Stücke schneiden: Bei Rührkuchen und Muffins sind Einzelportionen besonders praktisch. Verpacke sie luftdicht, damit sie keinen Gefrierbrand bekommen.
  • Pfannkuchen trennen: Lege Backpapier zwischen die einzelnen Pfannkuchen, damit sie nicht aneinander kleben. Zum Erwärmen passen Pfanne, Mikrowelle oder Ofen – je nachdem, wie viel Zeit du hast. Pancakes kannst du auch im Toaster erhitzen.

Die richtigen Dosen und Beutel zum Einfrieren

Mit den passenden Behältern bleibt dein Vorrat übersichtlich, geschützt und platzsparend verstaut. Ich nutze je nach Gericht Gefrierdosen oder Beutel – so kannst du Suppe, Soße und Teig passend portionieren.

Beschrifte jede Dose und jeden Beutel direkt mit Inhalt und Einfrierdatum. Dann findest du auch Wochen später schnell, was du für dein Essen brauchst.

  • Luftdichte Gefrierdosen: Sie sind perfekt für Suppen, Eintöpfe, Aufläufe und empfindliche Speisen. Fülle sie nicht bis zum Rand, denn Flüssigkeiten dehnen sich beim Gefrieren aus.
  • Stabile Gefrierbeutel: Du kannst Soßen, Suppen oder Gulasch darin flach einfrieren und anschließend platzsparend stapeln. Drücke vor dem Verschließen möglichst viel Luft heraus – das schützt den Inhalt vor Gefrierbrand.
  • Silikonbeutel in verschiedenen Größen: Ich liebe diese wiederverwendbaren Silikonbeutel, weil du darin Soßen, Suppen, Teige oder einzelne Portionen einfrieren kannst. Du verschließt sie luftdicht, frierst sie flach ein und sparst damit Platz im Gefrierfach.
mehrere Dosen und Beutel mit vorgekochten Gerichten, im Hintergrund der Mixtopf des Thermomix®
Ich liebe die Silikonbeutel zum Einfrieren - Foto: falkemedia ki

Allgemeine Tipps für dein Gefrierfach

Mit einer guten Verpackung und klaren Beschriftung bleibt dein Vorrat übersichtlich. Für die meisten selbst gekochten Gerichte ist eine Aufbewahrung von etwa drei Monaten bei mindestens –18 °C ein guter Richtwert. Du kannst sie oft länger aufbewahren, doch Geschmack und Konsistenz leiden mit der Zeit.

  • Beschrifte jede Portion mit Gericht, Menge und Einfrierdatum.
  • Wähle luftdichte Behälter oder drücke überschüssige Luft aus Gefrierbeuteln.
  • Friere flach ein, wenn du Beutel verwendest. Das spart Platz und verkürzt die Auftauzeit.
  • Friere aufgetaute Speisen nicht erneut roh ein. Wenn du ein Gericht nach dem Auftauen vollständig erhitzt hast, kannst du Reste unter guten Hygienebedingungen erneut einfrieren. Geschmacklich überzeugt das aber nicht immer.
  • Plane Beilagen frisch: Nudeln, Reis, Kartoffeln und Salat bereitest du besser erst am Tag des Essens zu.

Diese Lebensmittel bitte nicht einfrieren

Einige Lebensmittel verlieren durch Eiskristalle und das spätere Auftauen so stark an Qualität, dass du sie besser frisch zubereitest. Das betrifft vor allem wasserreiche Zutaten und Speisen, die knusprig bleiben sollen.

  • Kartoffelstücke: Sie werden oft glasig, mehlig oder bröselig. Kartoffelpüree kannst du dagegen gut einfrieren.
  • Sahnesoßen und Joghurt: Milchprodukte können ausflocken oder sich trennen. Koche eine Soße ohne Sahne vor und rühre sie beim Erwärmen frisch ein.
  • Blattsalat, Gurke und rohe Tomaten: Sie werden nach dem Auftauen weich und wässrig.
  • Gekochte Nudeln und Reis: Beides wird schnell pampig. Friere lieber nur die Soße ein und koche die Beilage frisch.
  • Gekochte Eier: Das Eiweiß wird gummiartig, das Eigelb trocken und krümelig.
  • Frittiertes: Pommes, panierte Schnitzel oder frittierte Snacks verlieren ihre Knusprigkeit. Bereite sie besser frisch zu oder backe sie direkt aus dem gefrorenen Rohzustand nach Packungsanweisung.

Mit passenden Rezepten, kleinen Portionen und einer guten Beschriftung kannst du deinen Vorrat gezielt aufbauen. Erzähl doch mal: Welche Lebensmittel und Gerichte frierst du am liebsten ein und was sind deine wichtigsten Tipps dazu? Ich freue mich, von dir zu lesen!

Foto: Anna Gieseler

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Bitte wirf vorher einen kurzen Blick in unsere FAQ - dort findest du Antworten auf viele Fragen.

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